Sonntag, 18. Juni 2017

Kohl, der "Sozenfresser"

Ich amüsiere mich gerade köstlich über die querfrontlerische Silly Left, deren Lieblingsspruch "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!" und deren Lieblingssport Schulz-Bashing ist, die Helmut Kohl in ihren Nachrufen nun als "Sozenfresser" bezeichnet.
Kohl hatte aus seiner Abneigung auf die Sozialdemokratie nie einen Hehl gemacht, aber die Silly Left von NachDenkSeiten bis junge Welt, von Rubikon bis Free21, von Dehmlich bis Tortenknecht, schlägt Kohl in ihrem Hass auf Sozialdemokraten um Längen...

Mittwoch, 14. Juni 2017

Die Antisemitismus-Doku auf Bild.de und die Reaktionen der Silly Left...

"Tatsächlich können sich heute einige nicht entscheiden, was wichtiger ist: Ressentiments gegen Bild oder Kritik an Antisemitismus."  (Dr. Sebastian Bartoschek, Ruhrbarone)


Robert Misik nannte sektiererische Linke treffend die Silly Left - Linke zum Beispiel, die den ehemaligen Sozialisten Macron um jeden Preis verhindern wollten. Gestern ging es der Silly Left darum, den Link auf die Antisemitismus-Doku bei Bild.de um jeden Preis zu boykottieren. Lieber verbreitete die Silly Left stundenlang Youtube-Links, die aber nichts brachten, weil der Film auf Youtube immer wieder gelöscht worden war, wie auch Stefan Laurin um 10:55 Uhr bemerkte: "Auf YouTube wird die Doku gerade überall gesperrt – auf Bild ist sie noch zu sehen."


"Doch, der Film hat 180 Min. In 2 Teilen a 90 Min.!"


Die Silly Left behauptete sogar, dass Bild nur den ersten Teil der Antisemitismus-Doku zeige. Als ob Bild einen zweiten Teil bewusst zurückhalten würde. Mir kam langsam die Galle hoch, denn die ganze Diskussion um die Antisemitismus-Doku glitt immer mehr in billiges Bild-Bashing ab, das Thema Antisemitismus trat immer mehr in den Hintergrund. Bei Leo Fischer (Titanic) brach der Hass auf Bild voll durch: Das "Hass- und Drecksblatt" missbrauche die Antisemitismus-Doku als Feigenblatt, so der Vorwurf.
Dann postete Leo Fischer mehrere Verfehlungen von Bild-Journalisten - Antisemitismus war kein Thema mehr. Plötzlich ging es der Silly Left nur noch um Rudi Dutschke und ganz pöhse Bild-Journalisten wie Björn Stritzel...


Die Begründung dafür, dass nicht direkt auf
die Antisemitismus-Doku auf Bild verlinkt wurde...


Ich wähnte mich immer mehr in einer K-Gruppe in den 70-ern, in der die Anschläge der antisemitischen RAF auf Springer bejubelt und die Räterepublik gepriesen worden waren (am 19. Mai 1972 verübte ein „Kommando 2. Juni“ einen Bombenanschlag auf das Verlagsgebäude der Axel-Springer-AG in Hamburg).  



Samstag, 10. Juni 2017

Ein Paralleluniversum aus Verschwörungstheoretikern...

"Auf Facebook hat sich ein Paralleluniversum aus Verschwörungstheoretikern gebildet welche sich in ihrer Echokammer in ihrem Wahn gegenseitig bestätigen. Sie haben sich eine eigene Öffentlichkeit erschaffen: Eine Welt, in welcher Putin und Trump angehimmelt und „Altparteien“ verabscheut werden; eine Welt, in welcher die „Lügenpresse“ stets die Unwahrheit als Wahrheit verkaufen will – und nur „Alternativmedien“ die wahren Drahtzieher hinter den Ereignissen aufdecken. Ein Einblick in die absurde Welt der Facebookschwurbler.
Im Rahmen einer Bachelorarbeit habe ich, zusammen mit Andreas Hartkamp, die Facebookseiten untersucht, welche hauptsächlich Verschwörungstheorien verbreiten.  Wir befürchteten, dass sich eine geschlossene, verschwörungstheoretische (im Folgenden: VT) Gegenöffentlichkeit auf dem sozialen Netzwerk Facebook gebildet haben könnte. Diese Vermutung haben wir wissenschaftlich überprüft und wollen hier einen kleinen Abriss der Ergebnisse dokumentieren. Spoiler: Sie existiert, sie ist groß und sie ist stark vernetzt."   (Josef Holnburger) 

Da in dieser Bachelorarbeit auch die NachDenkSeiten und deren Verbindungen zur Querfront und zu Verschwörungsseiten untersucht wurden, ist die Empörung bei den NachDenkSeiten gross. NachDenkSeiten-Mitarbeiter Prof. Dr. Dr. Jörg Wellbrock findet jedoch, in dieser Studie sei "schlampig gearbeitet" worden. Ein schwerer Schlag für die Macher der Bachelorarbeit, denn Wellbrock ist eine anerkannte Grösse in Sachen Verschwörungstheorien und Querfront, gab er doch zusammen mit dem NachDenkSeiten-Redakteur Jens Berger jahrelang den Spiegelfechter heraus.


Die Otto Brenner Stiftung war wohl nicht der selben Meinung wie NachDenkSeiten-Mitarbeiter Wellbrock, denn sie warb für diese Studie...

Ebenfalls - wie die NachDenkSeiten - über diese Studie empört, ist Maren Müller. Maren Müller ist Rubikon-Beirätin und Propagandaschau-Autorin:




Die Antwort:






Montag, 5. Juni 2017

Von RAF-Verstehern und Stasi-Verteidigern...

Horst Mahler gehörte zu den vier Gründungsmitgliedern der RAF. Er ist der einzige der Vier, der heute noch lebt. Stramm marschierte der Glühende weiter nach links. Heute ist Horst Mahler Neonazi; Holocaustleugnung und Antisemitismus inklusive. Die anderen drei Gründungsmitglieder der RAF - Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof - sind tot. Ulrike Meinhof hatte sich wahrscheinlich deshalb erhängt, weil sie von ihren eigenen RAF-Mithäftlingen in Stammheim übelst gemobbt worden war. Andreas Baader, den selbst Jean-Paul Sartre als "Arschloch" bezeichnet haben soll, gebärdete sich seinen RAF-Mitkämpfern gegenüber wie ein Grossgrundbesitzer. Sie, die den bürgerlichen Mief bekämpfen, Hierarchien abschaffen und eine gerechtere Gesellschaft erreichen wollten, unterwarfen sich ihrem autoritären Führer, der keine Widerrede duldete, wie Leibeigene. Die zweite und dritte Generation der RAF erhielt massive Unterstützung durch die Stasi und die SED, die auch andere Terrororganisationen in Europa unterstützte. Ziel dieser Unterstützungen war stets die Destabilisierung des Westens. Aus dem selben Grund unterstützt der "lupenreine Demokrat" Putin heute den nationalistischen, rechtsextremen Front National.
 
Im Zusammenhang mit der Gründung der RAF wird oft auf den Mord an Benno Ohnesorg durch Karl-Heinz Kurras verwiesen. Kurras war ein Stasi-Spitzel. Beweise dafür, dass Kurras im Auftrag der Stasi handelte, wurden bisher keine gefunden. Nun gibt es Linke  - meist solche im Rentneralter - die sich vehement dagegen verwahren, dass die Stasi etwas mit dem Mord an Benno Ohnesorg zu tun haben könnte, schliesslich gäbe es dafür keinerlei Beweise. Die selben Leute sind aber felsenfest davon überzeugt, dass der Staat Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof ermorden liess, obwohl es auch dafür keinerlei Beweise gibt. So sind sie eben, gewisse Linke: Verlogenheit und Doppelmoral bis zum Abwinken..
 
"Dieses Hashtag ist nicht tot zu kriegen im Gegensatz zu
Springer-Journalisten im #Kofferraum..."
 
Für RAF-Versteher von ganz links und ganz rechts gehört Bild-Bashing auch über vierzig Jahre nach Ulrike Meinhof zum absoluten Muss. Sich besonders links Wähnende schrecken dann selbst vor der Verbreitung nationalistischer Hashtags wie #RoepckerausausDeutschland oder augenzwinkernden Anspielungen auf den Mord an Hanns-Martin Schleyer durch die RAF (#Kofferraum) nicht zurück. Zusammen mit Nazis, Pegida-Schreihälsen und Putintrollen auf Twitter gegen Bild für eine gerechtere Gesellschaft grölen - na super.
 
Mir wird übel...


Nachtrag vom 8. Juni 2017:

Leseempfehlung:  "Nachrichten aus dem Paralleluniversum: Wie sich Verschwörungstheoretiker auf Facebook vernetzen"