Donnerstag, 17. August 2017

"Stürzt das Kriegerdenkmal am Dammtor!", schreibt Jutta Ditfurth...

"Stürzt das Kriegerdenkmal am Dammtor!", schreibt Jutta Ditfurth. Vom Lenin-Denkmal in Schwerin hat sie jedoch nichts gesagt.

Ob ihr diese Idee angesichts der blutigen Krawalle in Charlottesville gekommen ist...?

Nazis und Antifa hatten Waffen nur zufällig dabei...


"Lenin förderte und verlangte als Staatschef den Roten Terror im Bürgerkrieg. So ordnete er am 9. August 1918 in einem Schreiben an die Behörden von Nischni Nowgorod an: „Organisiert umgehend Massenterror, erschießt und deportiert die Hundertschaften von Prostituierten, die die Soldaten in Trunkenbolde verwandeln, genauso wie frühere Offiziere, etc.“ Am selben Tag ordnete er gegenüber den Behörden von Pensa die Einrichtung eines Konzentrationslagers an. Lenin legitimierte den Roten Terror als vorübergehend notwendige Maßnahme im Bürgerkrieg, er diene der Verteidigung gegen den Weißen Terror." (Wikipedia)


Nachtrag vom 19. August 2017

Die deutsche Antifa hat meines Erachtens überhaupt kein Recht, sich mit der US-Antifa zu solidarisieren. Die US-Antifa, die gegen Nazis und gegen Trump kämpft, wollte Hillary Clinton als Präsidentin! Die deutschen Antifa-Schnösel hingegen dämonisierten Hillary Clinton bis zum Gehtnichtmehr. Also schön die Klappe halten, DeutschAntifa...




Montag, 14. August 2017

"Im Kern war die SED eine rechte Partei" (Halina Wawzyniak, Die Linke)

Sobald sich Linke als Diktatoren oder Massenmörder gebärden, werden sie von Linken zu Rechten erklärt - beim sozialistischen Diktator Maduro wird dies noch ein Weilchen dauern. Vorerst wird von der Linkspartei noch auf Solidarität gemacht.

Die Massenmörder Mao und Stalin – alles keine Linken, meint Halina Wawzyniak, die ehemalige stellvertretende Vorsitzende der Linken. Ebenso vertritt sie auf Twitter die Meinung, dass der antifaschistische Schutzwall von Rechten erbaut wurde. Das ist konsequent. Nach dieser Logik ist Polen 1939 von zwei Rechten überfallen und aufgeteilt worden...


Ein rechter Genosse


Leseempfehlung:  "Links und Rechts haben fertig"


Nachtrag vom 15. August 2017

1 extreme Meinung eines Vertreters der SED-Nachfolgepartei
1 extreme Meinung einer AfD-Vertreterin
0 Begründungen


"Das ist biologisch, politisch und sogar
theologisch falsch."  (O. Höfinghoff)

Ich bin gegen jeden Extremismus, egal ob von rechts oder von links...



Samstag, 12. August 2017

#freeLeo oder Wenn purer Hass als Satire verkauft wird

"Man lässt halt nicht das dicke Kind alleine mit dem Kuchen im Raum"  (Karl K.)

Ich sehe es so: Das Zeit-Magazin hatte nicht mit der überbordenden Witzischkeit des Titanic-Aktivisten Leo G. Fischer gerechnet. "Eilmeldung: Mehmet Scholl ist tot" hat Satire zu sein. Punkt! Und wer das nicht verstehen will, ich halt einfach doof, zumindest nicht links. Ob Leo diesen reaktionären, gleichgeschateten Leitmedien nur den Spiegel vorhalten wollte, munkelten sich besonders Mutige des linken Spektrums fragend und fassungslos zu. Die weniger Mutigen gingen zum Kopfschütteln in den Keller, andere überboten sich in den sozialen Medien mit sozialistischen Solidaritätsbekundungen, die selbst Nordkoreas Kim zum Erröten gebracht hätten. #freeLeo

Und dann kam Julian ins Spiel. Damit hatte Leo nicht gerechnet. Schnell schob Leo eine Richtigstellung nach, er habe es ja gar nicht so gemeint, er habe seinen Witz ja nachträglich richtiggestellt (!), Mehmet Scholl sei gar nicht tot. Aber da war es schon zu spät. Das Zeit-Magazin hatte die Reissleine gezogen, Leos Passwort geändert, Leo hatte keinen Zugriff mehr, war ausgesperrt.  Klar, dass Leo auf Twitter und anderswo losheulte: "Ich kann mich bei @ZEITmagazin nicht mehr einloggen.:-(", "Rufmord", "Bild klaut mir die Überschriften!", "Leistungsschutzrecht"  *schluchz*

Aber dann wurde Leo so richtig wütend. Ausgerechnet Julian. Das Hassobjekt für Leos Titanic schlechthin. Julian verkörpert alles, was Leo nicht ist und nicht hat. Wie von Sinnen spuckten Leo und die Titanic Gift und Galle gegen Bild und Julian. Der geballte Frust von tief Verletzten brach sich Bahn. "Es wird langsam peinlich", meinten die Besonneneren angesichts der nicht enden wollenden pubertären Gülle, während linksautonome Bild-Hasser nicht genug davon kriegen konnten und Leo fortwährend lobpriesen. Wenigstens erbarmte sich neues deutschland Seiner: Leo durfte sich in einem langen Artikel erklären, rechtfertigen, alles ins rechte Licht rücken und vor allem eines: ausweinen. Leo konnte es sich natürlich nicht verkneifen, den Begriff "Kofferraum" darin unterzubringen. Manches rebellische ü50-Augenzwinkern im Schwarzen Block war ihm damit sicher. Die taz hingegen hatte weniger Nachsicht mit Leo. Schliesslich geht es auch ein wenig um Journalismus, nicht nur um die verletzte Eitelkeit eines gekränkten Humoristen.

Montag, 7. August 2017

Plan Christopher Hein (Luftbrücke) und Plan Otto Schily (Aufnahmezentren) kombinieren

"Denkbar ist auch, eine Luftbrücke aus Amman in Jordanien einzurichten." (Christopher Hein, RP-Online, 2014)

"Ein gut gemeinter Vorschlag, aber überhaupt nicht durchdacht. So klangen noch die höflicheren Reaktionen, als vor zehn Jahren der damalige Innenminister Otto Schily (SPD) die Einrichtung von „Aufnahmezentren“ in Nordafrika zur Prüfung von Asylanträgen vorschlug.
Vor allem aber rief das Vorhaben des „Roten Sheriffs“ Entsetzen hervor. Viele sprachen von einem Verstoß gegen die humanitären Grundsätze. Schily scheiterte mit seinem Plan krachend. Umso erstaunlicher ist, dass sich jetzt der amtierende Bundesinnenminister [Thomas de Maizière] auf die Spur seines Vorgängers macht."  (Manuel Bewarder, welt, 2014)




Wir brauchen eine Luftbrücke Libyen-Berlin, um das Sterben im Mittelmeer zu beenden. Mit vorgeschalteten, vom UNHCR und der EU betriebenen Flüchtlings-Aufnahmezentren in Nordafrika, zur Vorabklärung einer Eignung für ein Asylverfahren in europäischen Ländern. 


Von Anfang 2017 bis zum 2. Au­gust 2017 trafen 95.215 Migranten in Italien ein. Diese kamen (Stand Juni 2017) aus:
Nigeria 14.120
Guinea 9.193
Elfenbeinküste 8.635
Bangladesch 8.241
Syrien 6.182
Gambia 5.689
Senegal 4.834
Mali 4.825
Marokko 4.712
Eritrea 4.536
(Zahlen via Nobody)


Einwohnerzahlen:
Nigeria:  186 Millionen
Bangladesch:  163 Millionen
Guinea:  11 Millionen
Elfenbeinküste:  23 Millionen
Senegal:  15 Millionen
Mali:  18 Millionen
Marokko:  35 Millionen



Wer nicht über konkrete, realisierbare Lösungen diskutieren will, soll zum Thema Flüchtlingspolitik schweigen. Wer Otto Schily und Thomas de Maizière kritisieren will, kann das tun, muss aber eine bessere Lösung bringen. Mit unrealisierbaren, linksnaiven Parolen spielt man höchstens Rechtsextremen in die Hände.

[Auf diesem Blog ist eine Diskussion unerwünscht. Ich werde keine Kommentare freischalten]

Freitag, 4. August 2017

Es braucht eine Luftbrücke Libyen-Berlin!



Respekt für #JugendRettet genügt nicht, es braucht eine Luftbrücke Libyen-Berlin! Die Flüchtlingszentren in Italien sind überfüllt.

Leseempfehlung:  "Einrichtung einer Luftbrücke für Flüchtlinge ist denkbar"

Dienstag, 1. August 2017

Deutschland bald ein Polizeistaat?

"Unser Staat hat gewackelt, das ist so. Ich selbst hatte seit dem Mord an Siegfried Buback das Gefühl, dass wir auf dem Weg in den Polizeistaat waren. Nach fünf relativ ruhigen Jahren war plötzlich klar: Die Terroristen sind zurück und morden mit neuer krimineller Qualität. Bisher waren das US-Militär und die Polizei Zielscheiben gewesen, da gingen Bomben hoch, aber jetzt wurden Menschen kaltblütig hingerichtet. Der Staat fühlte sich in einem Maße angegriffen, dass auch Spitzenpolitiker sich Dinge vorstellen konnten, die in einem Rechtsstaat nicht akzeptabel sind. Außerdem fanden laufend Polizeikontrollen mit vorgehaltenen Maschinenpistolen statt. In zwei Fällen erschoss die Polizei sogar Unbeteiligte.
Die Leute hatten sowohl Angst vor der RAF als auch vor der Polizei. Damit war ein Ziel der Terroristen erreicht. Sie wollten das Bild eines Polizeistaats provozieren. Man ist ihnen auf den Leim gegangen."   (Klaus Pflieger, er war in verschiedene Verfahren gegen RAF-Terroristen eingebunden. Als Vertreter der Anklage, aber auch als Haftrichter)


"Deutschland, ein moderner autoritärer Staat bemüht sich ein moderner Polizeistaat zu werden."  (Jutta Ditfurth, 31. Juli 2017, auf Facebook)



Jutta Ditfurth scheint zur Zeit alles zu tun, um von Deutschland das Bild eines Polizeistaates zu vermitteln. Dies war auch das (Zwischen-)-Ziel der durch und durch antisemitischen RAF mit ihren Morden, wie es Klaus Pflieger im Interview mit dem Tagesspiegel eindrücklich beschreibt. Jutta Ditfurth schreckt dabei nicht davon zurück, die Polizei als Lügner*in darzustellen:

"Es gab offensichtlich keine
Molotowcocktails in Hamburg"
(Tweet via Omnicity)


Dabei hätte Jutta Ditfurth nur die Sendung Panorama vom 20. Juli 2017 schauen müssen. Ab Minute 3:30 wird gezeigt, wie G20-Aktivisten Molotow-Cocktails gegen eine IKEA-Filiale schleudern. Der davorstehende Baum geht sofort in Flammen auf.
Seltsam, dass keine Linken den Mut haben, sie auf diesen Sachverhalt aufmerksam zu machen. Geht es ihnen womöglich um "übergeordnete" Interessen, so wie der RAF?  Geht es wie der RAF darum, das kapitalistische System zum Kollabieren zu bringen, um endlich den  paradiesischen Sozialismus installieren zu können?
Jutta Ditfurth hatte sogar behauptet, dass eine "MEK-Bürgerkriegseinheit" Maschinengewehre mitgeführt hatte. Für diese Fake News hatte sich Jutta Ditfurth meines Wissens nie entschuldigt. Ihr Hass auf die Polizei nimmt meines Erachtens immer absurdere Formen an.



Kennt jemand irgendwelche Linke, die das brutale Vorgehen der Polizei im sozialistischen Venezuela kritisieren? Kennt jemand irgendwelche Linke, die die vielen toten Demonstranten in Venezuela beklagen?

Otto Schilys Antwort an Emily Laquer (IL)

Schade, dass Otto Schily nicht bei Maischberger war. Mit ihm hätte Jutta Ditfurth nicht so ein leichtes Spiel gehabt...

Samstag, 29. Juli 2017

Man erkläre mir doch bitte einmal den Unterschied zwischen den antikapitalistischen Neonazis der AKK und der linksradikalen IL

"Wir vergessen nicht, warum wir nach Hamburg kamen: Weil der Kapitalismus uns in seiner Hoffnungslosigkeit zu erschlagen versucht."  (Emily Laquer, Interventionistische Linke IL, im neues deutschland)

"Wir haben im Wahnsinn der Welt das richtige getan."  (Emily Laquer, IL)


Es ist dieses Sendungsbewusstsein dieser Leute, das mir Angst macht. Sie wollen die Welt vom "Wahnsinn" und der "Hoffnungslosigkeit" des Kapitalismus befreien und reden dabei wie religiös Entrückte, die überzeugt davon sind "das Richtige" zu tun. Wie viel Leid und Zerstörung hat dieses Sendungsbewusstsein alleine im 20. Jahrhundert über die Welt gebracht? Welche massenmordenden Despoten war nicht felsenfest überzeugt davon, "das Richtige" zu tun?

Aber die Interventionistische Linke IL ist nicht die einzige Gruppierung, die den Kapitalismus "überwinden" will und ihn für so ziemlich alles Leid auf der Welt verantwortlich macht. Auch die Neonazis des Antikapitalistischen Kollektivs AKK haben zum Ziel, dem "globalisierten Kapitalismus entgegen zu treten". Die globalen Befreiungskämpfe müssen vernetzt werden, schreiben sie. Als Auswüchse und Folgen des Kapitalismus zählt das AKK auf ihrer Homepage auf:  Armut und Ausbeutung, Flucht und Vertreibung, Krieg und Imperialismus, Chauvinismus und Klassendenken, Profitmaximierung auf Kosten von Lebewesen und deren Umwelt.
Die linksradikale IL und das rechtsextreme AKK fordern also nichts Geringeres als die antikapitalistische Weltrevolution. Wie zwei Seiten der selben Medaille.

AKK: "Das kapitalistische System überwinden"


Während die extrem Rechten unverhohlen das globale "Finanzjudentum" anprangern, verurteilen die extrem Linken bei jeder sich bietenden Gelegenheit die durch die "Finanzeliten" entstandene ungerechte Vermögensverteilung. Die Linken sagen nicht "Finanzjudentum" oder "jüdische Hochfinanz" oder "Wallstreet-Judentum", das wäre zu verräterisch, sie sagen lieber "Rothschild" oder "Finanzeliten". Beide - die Neonazis des AKK und die Linksradikalen der IL - rechnen uns empört vor, wieviel Vermögen einige wenige Superreiche der "Eliten" besitzen.  Die IL und die AKK hatten zum Protest gegen den G20-Gipfel aufgerufen. Nachdem die Linksautonomen zuerst versuchte hatten, die Schuld an den Randalen den Neonazis in die Schuhe zu schieben, merkten sie, dass dies ein Eigentor für sie werden könnte. Nun wehren sich die Linken vehement gegen eine Beteiligung des AKK am Plündern und Brandschatzen. Die linksautonomen Gruppierungen und deren Unterstützer versuchten dann, die Schuld agent provocateurs der Polizei oder des VS in die Schuhe zu schieben. Wohin die neuste Entwicklung geht: Die Gewalt auf linker Seite wird heroisiert, dem Kapitalismus zugeordnet und in Kauf genommen, weil man ja nur zurückschlage... 

"Logik quer ist Logik Laquer - Zum Zwilleschießen auf Polizisten, Molotowcocktailschmeißen, Schaufensterzertrümmern, Autoabfackeln und zu brennenden Barrikaden in der Schanze fällt Frau Laquer von der Internventionistischen Linken folgende Kommentierung ein:
"Diese Widersprüchlichkeit ist in der Welt und in uns. Sie verbietet die Distanzierung, weil man sie damit leugnen würde."
Das hießt also: Gewalt ist nun mal in der Welt (naürlich nur in der kapitalistischen?)und damit in uns. Und deswegen darf man sich von ihr nicht distanzieren, weil man sie dann ja leugnen würde. Was für'n argumentativer Schwachsinn, dazu noch von jemandem, der sich für links hält."
(Kommentar von "Karschek" zum Artikel von Emily Laquer in neues deutschland)

Klar in solchen Kreisen ist, dass die "Bullen" angefangen haben. Böller, Zwillen mit Stahlkugeln und Molotow-Cocktails wurden von den "Aktivisten" ja nur rein zufällig mitgeführt. Dass in Hamburg Molotow-Cocktails geworfen wurden, wird von Linken heftig bestritten. Blöd nur, wenn Filmaufnahmen zeigen, wie Vermummte Molotow-Cocktails gegen eine IKEA-Filiale werfen. Der davorstehende Baum geht sofort in Flammen auf.
Wenn dann Relativierer der antisemitischen, antikapitalistischen RAF und der Linksautonomen glauben, über Polizeigewalt sprechen zu können, muss man sich immer die Worte der RAF-Terroristin Ulrike Meinhof vor Augen halten:
„...und wir sagen natürlich, die Bullen sind Schweine. Wir sagen, der Typ in Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch, und so haben wir uns mit ihm auseinanderzusetzen. Das heißt, wir haben nicht mit ihm zu reden und es ist falsch, überhaupt mit diesen Leuten zu reden, und natürlich kann geschossen werden.“

Muss man gesehen haben, wie Otto Schily (SPD) bei Dunja Hayali die Linksradikale der IL zerpflückt:


 „Die sozialistischen Modelle haben wir doch schon alle kennengelernt. Was waren das für
Unterdrückungssysteme? Die schlimmsten auf der Welt.“  (Otto Schily)
Bei Dunja Hayli (ZDF), 5. Juli 2017


Donnerstag, 27. Juli 2017

Liebe antikapitalistische Neonazis der AKK, liebe antikapitalistische Linksradikale der IL und der AKL...

"Es gilt den Kapitalismus, seine Auswüchse und Folgen zu bekämpfen.
[...] Die globalen Befreiungskämpfe müssen vernetzt werden um auch dem globalisierten Kapitalismus entgegen zu treten." (Antikapitalistisches Kollektiv AKK)


Liebe antikapitalistische Neonazis der AKK,
liebe antikapitalistische Linksradikale der IL und der AKL,
liebe Alt- und Linksautonome,
liebe Sympathisanten der durch und durch antisemitischen RAF,
liebe Sympathisanten der Roten Flora

Hört: Ein "überwundener" Kapitalismus kann nur in einem absolut totalitären System praktiziert werden. Wollt Ihr wirklich ein totalitäres System?
Ich nehme dann doch lieber einen unvollkommenen Kapitalismus in einer unvollkommenen Demokratie.
Gut, dass es auch noch realistische Linke gibt, die den Kapitalismus nicht "überwinden", sondern zähmen wollen.

Montag, 24. Juli 2017

Die Silly Left und ihr Verhältnis zur Gewalt

"Ein Begriff, der das linke Gewaltverständnis von Anfang an prägt, ist «strukturelle Gewalt». Damit ist der Kapitalismus als solcher gemeint. Am Beispiel der Autonomen: Die Gewalt geht nicht vom Steine werfenden Vermummten aus. Vielmehr ist die Welt, der sich dieser junge Revolutionär ausgesetzt sieht, selbst ein Gewaltakt, mit entfesselten multinationalen Konzernen und imperialistischen Staaten, die am Fliessband Kriege, Hungersnöte und Fluchtbewegungen auslösen. Der Übergriff gegen den nur indirekt verantwortlichen, aber die Verhältnisse stabilisierenden Polizeibeamten ist eine Konsequenz der Umstände. Notwehr."  (NZZ, 20. Juli 2017)


"Gewalt komplett abzulehnen, Pazifist zu sein, ist ein ehrenwerter – und einfacher – Standpunkt, den auch viele der Protestierenden in Hamburg vertreten haben. Aber wenn ich mich in einen jungen Autonomen hineinversetze, der sieht, wie die neoliberale Politik überall in der Welt die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher macht, und der dann aus Hilflosigkeit, Wut und Verzweiflung einen Stein oder einen Brandsatz wirft – dann bleibt da irgendwo ein kleines Restverständnis".  (Barbara Sichtermann in einem Interview mit der taz)


Dass Leo Fischer (neues deutschland) solche Grafiken retweetet,
erstaunt mich eher weniger...


Der von der Silly Left gepriesene Leo Fischer kritisiert in der sozialistischen Zeitung neues deutschland  nicht nur jene linken Journalisten, welche die Gewaltausbrüche beim G20-Gipfel nicht schönreden wollten, nein, er bezeichnet sie sogar als "Umfaller" und droht damit, dass er sich "solche Leute" merke. "Umfaller" hat in solchen Kreisen eine ähnliche Bedeutung wie "Verräter". 
Über Leo Fischer berichtete ich bereits am 24. Juni 2017 dies:  "Die Silly Left behauptete sogar, dass Bild nur den ersten Teil der Antisemitismus-Doku zeige. Als ob Bild einen zweiten Teil bewusst zurückhalten würde. Mir kam langsam die Galle hoch, denn die ganze Diskussion um die Antisemitismus-Doku glitt immer mehr in billiges Bild-Bashing ab, das Thema Antisemitismus trat immer mehr in den Hintergrund. Bei Leo Fischer brach der Hass auf Bild voll durch: Das "Hass- und Drecksblatt" missbrauche die Antisemitismus-Doku als Feigenblatt, so der Vorwurf. Dann postete Leo Fischer mehrere Verfehlungen von Bild-Journalisten - Antisemitismus war kein Thema mehr. Plötzlich ging es der Silly Left nur noch um Rudi Dutschke und ganz pöhse Bild-Journalisten wie Björn Stritzel..."
Sebastian Bartoschek schrieb damals treffend: "Tatsächlich können sich heute einige nicht entscheiden, was wichtiger ist: Ressentiments gegen Bild oder Kritik an Antisemitismus." 

Immer wieder lassen sich bei der Silly Left, die für sich in Anspruch nimmt Die Guten zu sein, Gewaltphantasien gegen Polizei und Axel-Springer beobachten. Es ist ein aus der RAF-Zeit stammender Hass, als ein Bombenanschlag auf das Verlagsgebäude der Axel-Springer AG in Hamburg verübt worden war, als Polizisten entmenschlicht und zu Schweinen erklärt worden waren, welche man abknallen könne. Genau dieser Geist ist es, mit dem die entzückte und entrückte Silly Left heute die G20-Krawalle mit allen Mitteln verteidigt. Ganz abstrus wird es allerdings, wenn ehemalige (?) Sympathisanten der durch und durch antisemitischen RAF anderen Journalisten Antisemitismus vorwerfen.

Als ich die G20-Krawalle im Livestream verfolgte, konnte ich immer wieder beobachten, wie Polizisten einen vermummte Steinewerfer aus dem Mob ergriffen und zu Boden drückten, weil sich der "Aktivist" heftig gegen das Anlegen der Handfesseln wehrte. Von dieser Situation wurden von den anwesenden Journalisten dann viele Fotos gemacht. Leider wurde oft nicht dokumentiert, wie es zu dieser Massnahme kam, wie der Vermummte vorher Pflastersteine, Flaschen und Eisenstangen auf die Polizisten warf. Man sah in den einschlägigen Medien dann nur den am Boden liegenden, bemitleidenswerten Vermummten mit entsprechendem Text. Die Silly Left verhöhnte die verletzten Polizisten danach noch und stellte die Anzahl der Verletzten in Frage. Wie eine Desinformationskampagne bei russischen Propagandamedien nach einem Giftgasangriff in Syrien.

Die Aufarbeitung der G20-Krawalle offenbart klar einen Bruch zwischen moderaten linken Journalisten und jenen der moralisch abgehobenen, gewaltbefürwortenden Silly Left. Meines Erachtens war dieser Bruch überfällig. Für die Silly Left empfinde ich nicht einmal mehr Mitleid. Es bleibt nur noch Ekel...


Freitag, 21. Juli 2017

G20 und die randalierende Querfront aus Linksautonomen und antikapitalistischen Neonazis

"Nun wird klar, dass sich tatsächlich Neonazis unter die hauptsächlich eher linken Demonstranten gemischt haben. Thüringen24 liegen exklusiv zwei Bestätigungen von rechtsextremen Gruppen vor, dass ihre Mitglieder sich an den Anti-G20-Protesten beteiligt und zum Teil auch Sympathien für  die gewalttätigen Ausschreitungen haben.
Laut dem rechtsextremen „Antikapitalistischen Kollektiv" (AKK) hätten „mehrere Gruppen" an den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg teilgenommen. Beim AKK handelt es sich laut dem baden-württembergischen Verfassungsschutz um ein Bündnis, „welches ein Sammelbecken für verschiedenste rechtsextremistische Gruppierungen und Einzelpersonen ist"."  (thueringen24.de)


6./7./8. Juli 2017:   Stundenlang verfolge ich die G20-Krawalle im RT-Livestream. Vermummte Linksautonome mit ihren nicht enden wollenden "A-Anti-Antikapitalista"-Parolen marodieren brandschatzend und plündernd durch die Strassen. Im Sekundentakt prasseln Flaschen, Böller, Pflastersteine und Eisenstangen auf die Polizisten herab. Es gibt viele verletzte Polizisten. Auch Zwillen werden von den Vermummten eingesetzt, die hässliche Wunden verursachen. Später stellt sich heraus, dass sich unter den Hunderten von randalierenden Linksautonomen auch antikapitalistische Neonazis befinden. Dieses Bild muss man sich vorstellen: Linksautonome und Neonazis Seit' an Seit' gegen den Kapitalismus randalierend...

Mob aus linksextremen und rechtsextremen Antikapitalisten



6. Juli 2017:   Der Journalist Sören Kohlhuber twittert: "die Gewalt ging von staat und Polizei aus. Jede Flasche, jeder Stein hat heute seine Berechtigung!"
Es gibt fast keine Linke, die sich von Kohlhubers Gewaltrechtfertigung distanzieren.


Die Ulrike Meinhof-Biografin Jutta Ditfurth schreckte sogar vor einem
Sadismus-Vorwurf nicht zurück


8. Juli 2017:   Jutta Ditfurth faselt von "MEK-Bürgerkriegseinheit mit Maschinengewehren". Es gab keine Maschinengewehre.
Sie twittert allen Ernstes: "Wäre die Polizei weg geblieben, hätten Parties auf den Straßen stattgefunden, bis die Nacht zu kalt wird..."


11. Juli 2017:    Das Zeit-Magazin trennt sich von Sören Kohlhuber.


12. Juli 2017:   Bei Maischberger attackiert Jutta Ditfurth den Vertreter der Polizei derart, dass Wolfgang Bosbach die Diskussionsrunde verlässt.


17. Juli 2017:   Drei Tage vor der Veröffentlichung seines Interview mit Jutta Ditfurth nimmt der Junge World-Journalist Kevin Culina Kontakt mit mir auf und macht mir wegen meiner Art der G20-Berichterstattung heftige Vorwürfe. Ich gebe zu bedenken, dass ich neulich einer der Wenigen war - wenn nicht sogar der Einzige - der es gewagt hatte, die linke "Ikone" Jutta Ditfurth wegen ihrer Verwendung des nationalistischen Hashtages #RoepckerausausDeutschland zu kritisieren. Viele Neonazis hatten den Hashtag auch verwendet. (Das Gespräch mit Kevin Culina ist gesichert und archiviert)


20. Juli 2017:   Thüringen24 berichtet, dass ein Journalist, es handelt sich um Andreas Scheffel, mehrere Neonazis (von mehreren Dutzend ist die Rede) unter den G20-Randalierern identifiziert haben soll. Die Auswertung seiner Fotos sind noch im Gange. Gemäss Thüringen24 bestätigte  das rechtsextreme „Antikapitalistischen Kollektiv" (AKK) ihre Teilnahme an den G20-Krawallen.


20. Juli 2017:   Kevin Culina veröffentlicht sein Interview mit Jutta Ditfurth in der Jungle World. Jungle World ging aus einer Abspaltung von der stramm sozialistischen Zeitschrift junge Welt hervor.
In diesem Interview klagt Jutta Ditfurth über erhaltene Morddrohungen. Auch Julian Röpcke hatte während der #RoepckerausausDeutschland-Kampagne Mordrohungen erhalten. Ob dies der linken "Ikone" Ditfurth nahe ging, ist nicht bekannt. Im Interview mit Kevin Culina unterscheidet Jutta Ditfurth zwischen Aufständen von Rechten mit menschenverachtenden Zielsetzungen und Aufständen von Linken mit emanzipatorischen Zielsetzungen...



Nur für starke Nerven...
Panorama (ARD) vom 20. Juli 2017



Donnerstag, 20. Juli 2017

"Bullen sind Schweine" und Demosprüche der Linksjugend

„Das ist ein Problem und wir sagen natürlich, die Bullen sind Schweine. Wir sagen, der Typ in Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch, und so haben wir uns mit ihm auseinanderzusetzen. Das heißt, wir haben nicht mit ihm zu reden und es ist falsch, überhaupt mit diesen Leuten zu reden, und natürlich kann geschossen werden.“  (Ulrike Meinhof, RAF)


Über 40 Jahre nach RAF und Ulrike Meinhof dürfen Polizisten von Linken und Linksautonomen anscheinend wieder als "Schweine" bezeichnet werden...


Sendung vom 19. Juli 2017


Bodo Ramelow will bei Dunja Hayali die Parolen und Demosprüche seiner eigenen Partei nicht gekannt haben. Hier eine kleine Auswahl der von der Linksjugend empfohlenen Demosprüche:

Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland – Schwarz, Rot, Gold wird abgebrannt!
Für ein selbstbestimmtes Leben, den Herrschenden den Laufpass geben!
Staat, Nation, Kapital? Scheiße!
A, Anti, Anticapitalista!  (wurde stundenlang während den G20-Krawallen gerufen)
Aufruhr, Widerstand – Kampf der Troika in jedem Land!
Staat, Nation, Kapital? Scheiße!
Kein Gott, kein Staat, kein Patriachat!
Kein Volk, kein Reich, kein Führer!
Nie, nie, nie wieder Deutschland
No nation, no border – fight law and order!
Lasst es krachen, lasst es knallen, Deutschland in den Rücken fallen
Polizia Asssasini (Polizisten sind Mörder)

Noch Fragen...?

Dienstag, 18. Juli 2017

Links-Autonomes Zentrum "Rote Flora" schliessen. Jetzt!


"Nach dem Verbot der Wehrsportgruppe [Hoffmann] im Januar 1980, also mehr als ein halbes Jahr vor dem Oktoberfest-Attentat, hatte Hoffmann seine Organisation in den Libanon verlegt, wo er Kontakt zur palästinensischen Guerilla-Organisation Al-Fatah geknüpft hatte. Die deutschen Neonazis und die Palästinenser einte ihr Hass auf Israel und die Juden. Gemeinsam trainierten sie in einem Lager im Südlibanon Schießen, das Werfen von Handgranaten und das Bauen von Bombenfallen."  (br.de, 13. Juli 2017)



Was der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wohl von Linksautonomen hält?  Am 9. Juli 2017 legte er am Grab seines Bruders Yoni Netanjahu Blumen nieder. Yoni war während der Operation Entebbe ums Leben geokommen, als es darum ging, das von den antisemitischen, links-autonomen, RAF-nahen Revolutionären Zellen (RZ) und Palästinensern entführte Flugzeug der Air France mit 270 Personen an Bord zu befreien. Mit der Flugzeugentführung sollte die Freilassung von insgesamt 53 Inhaftierten aus Gefängnissen in Israel, Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz erpresst werden. Darunter waren Mitglieder der Rote Armee Fraktion, der Bewegung 2. Juni sowie Kōzō Okamoto von der Japanischen Roten Armee. Die Terroristen „selektierten“ die jüdischen Passagiere von den anderen.

PM Netanjahu am Grab seines Bruders


"Die Revolutionären Zellen (RZ) waren eine linksextremistische Terrorgruppe in Deutschland. Sie waren von den 1970er Jahren bis in die 1990er Jahre aktiv und begriffen sich als Teil der Autonomen Bewegung. In den RZ kristallisierten sich zwei verschiedene Strömungen heraus: Ein Teil war – ähnlich wie die Rote Armee Fraktion (RAF) – antiimperialistisch orientiert, während ein anderer Teil einen sozialrevolutionären Ansatz vertrat."  (Wikipedia)

Das schwarz-rote Logo der linksautonomen "Revolutionären Zellen"



Zurück ins 2017: Linksautonome und andere Gruppierungen wüteten während des G20-Gipfels in Hamburg. Viele linke Journalisten relativierten die Gewaltausbrüche der Linksautonomen und redeten sie schön. Nun bringen die CDU und die SPD die Schliessung des seit 1989 besetzten, linksautonomen Zentrums Roten Flora ins Spiel. Klar, dass die Linksautonomen und deren Beschützer dagegen Sturm laufen.

Die G20-Diskussion bei Maischberger wird den Bürgern wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Auch das Verhalten der linken "Ikone" Jutta Ditfurth, das gemäss mehrerer Journalisten den Rechten in die Hände spielt. Jutta Ditfurth attackierte den Vertreter der Polizei so lange, bis Wolfgang Bosbach die Runde verliess. Der Hass der Jutta Ditfurth auf die Polizei ist nicht neu. Bereits 1991 musste sie sich wegen Polizistenbeleidigung vor Gericht verantworten:  "Die Bonner Staatsanwaltschaft hatte ihr nun vorgeworfen, im April 1989 in einem Bonner Lokal vor einer Gruppe von uniformierten Beamten eine Geste gemacht zu haben, als müsse sie sich übergeben. Jutta Ditfurth versuchte dies zwar zu bestreiten, aber das Bonner Amtsgericht ließ sich in einem sechstägigen Prozeß von mehr als 50 Zeugen den Vorfall bestätigen."  (Spiegel.de)

Bei Maischberger erschien Jutta Ditfurth, die von "sogenannten Randalen" faselte und die Gewaltausbrüche des "Schwarzen Blocks" zu rechtfertigen versuchte, ganz in schwarz und mit roten Schuhen. Die Farbe ihres Fächers: schwarz-rot...

Fächert sich in einem gekühlten Studio mit schwarz-rotem
Fächer Luft zu: Jutta Ditfurth


"Ziel sei, das linksautonome Zentrum Rote Flora zu schließen. Die CDU-Fraktion sei zu einem Pakt gegen den Linksextremismus bereit. „Wenn dieser politische Wille ernsthaft bei der SPD besteht, dann kann es, glaube ich, auch zu einem Schulterschluss in dieser wichtigen Frage kommen“, sagte Trepoll.
Bislang habe Rot-Grün das linksextreme Spektrum in der Roten Flora und im Gängeviertel auch finanziell unterstützt. Die Rote Flora sei seit 2014 wieder in städtischer Hand. Das Zentrum habe bei der Mobilisierung des Schwarzen Blocks eine große Rolle gespielt, sagte Gladiator. „Wir können doch nicht tolerieren, dass es in unserer Stadt eine logistische Drehscheibe gibt, um Gewalttaten insbesondere gegen Polizisten vorzubereiten“, betonte Trepoll."  (welt.de, 17. Juli 2017)

Gegen jeden Extremismus - egal ob von rechts oder von links!




Nachtrag vom 19. Juli 2017

Die ach so friedlichen Linksautonomen und deren Sympathisanten rasten nach den bekanntgewordenen Schliessungsplänen der Roten Flora aus, drohen der SPD und den Grünen mit "persönlichem Stalingrad". Auch Texte aus Ton Steine Scherben sind beliebt: "Macht kaputt, was Euch kaputt macht!"...



Donnerstag, 13. Juli 2017

"Die Linksradikalen waren schon immer die nützlichen Idioten der Rechten."

"Die Linksradikalen waren schon immer die nützlichen Idioten der Rechten."  (Frank Lübberding, linker Journalist)



Ausserdem ist die Linke laut aktuellster Umfrage inzwischen von 10% auf 8% abgestürzt.
Die Rechten können sich beim "Schwarzen Block" und den linken Relativierern und Schönrednern bedanken...


Nachtrag vom 14. Juli 2017

Leseempfehlung:  "Warum gerade Juden allen Grund haben, die Gewalt des Schwarzen Blocks zu fürchten"

Sonntag, 9. Juli 2017

G20 - Wenn linke Gewalt relativiert und schöngeredet wird...

"Wir wurden darauf hingewiesen, dass zwei dieser ehrenamtlichen Autoren, die in der Vergangenheit für den Störungsmelder berichtet haben, im Rahmen von #g20 unethisches Verhalten auf ihren privaten Social-Media-Accounts vorgeworfen wird. Sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten, verurteilen wir dieses Verhalten scharf und distanzieren uns davon. Es lässt sich mit einer weiteren Mitarbeit beim Störungsmelder nicht vereinbaren."  (zeit.de)


"Jede Flasche, jeder Stein hat heute
seine Berechtigung!"
(Grafik via Omnicity-Twitter-Übersicht)


Die Krawalle der G20-Gegner mit Körperverletzungen, Brandstiftungen, Plünderungen und Sachbeschädigungen und deren Berichterstattung durch gewisse linke Journalisten haben mich schockiert. Jutta Ditfurth faselte sogar von einer "MEK-Bürgerkriegseinheit mit Maschinengewehren". Es gab keine Maschinengewehre, aber ihre Formulierung nährte den Hass und die Empörung auf die Polizei, die im Sekundentakt mit Flaschen, Eisenstangen, Böllern und Steinen beschossen wurde. Das habe eben "gesellschaftliche Ursachen", erklärte ein anderer linker Journalist. Klar, der Mob wird eine schwere Jugend gehabt haben - da muss man die Angriffe auf die Polizisten natürlich verstehen...
Leo Fischer (neues deutschland) machte sich über die Ängste der Besitzer von abgefackelten Autos lustig. Die Ruhrbarone schrieben einen sehr guten Artikel darüber. Leo Fischer bezeichnete die Existenzängste dieser einfachen Bürger, die sich eine Vollkaskoversicherung oft gar nicht leisten können (es wurden nicht nur Porsches abgefackelt!), abgehoben und niederträchtig als "kleinbürgerlich".  Hiess es in linken Kreise nicht einst "Armut tötet!"?  Oder gilt das nur je nachdem?
Die Versicherung zahlt nicht einmal den Abtransport der abgefackelten Autos. Aber halt, ich vergass: Dafür ist natürlich nicht der brandschatzende Mob, sondern der Kapitalismus schuld. Braucht man überhaupt Autos? - Stellt doch mal die Systemfrage!

Es gibt aber nicht nur die Silly Left, die den gewalttätigen, "A-Anti-Antikapitalista"-rufenden, besoffenen Mob verteidigt und ihre Taten schönredet, es gibt zum Glück auch besonnene, vernünftige linke Journalisten, die ohne Rücksicht auf Beifall aus der linken Filterbubble Klartext reden:

"Die Linksradikalen waren schon immer die nützlichen Idioten der Rechten."  (Frank Lübberding, Journalist)

"Solange Linksradikale Gewalt für ein legitimes politisches Mittel halten, haben sie mit den Folgen zu leben. Alles andere ist Gequatsche."  (Frank Lübberding, Journalist)


Obwohl ich mich nie als Linker bezeichnet habe - ich wähle meist sozialdemokratisch - hatte ich viele linke Journalisten wegen deren Kampf gegen Antisemitismus und Querfront geachtet und geschätzt. Die skandalöse, einseitige Berichterstattung über den brandschatzenden G20-Mob hat mein Vertrauen in solche Journalisten jedoch tiefgehend erschüttert. Sie spielen mit ihrem Vorgehen nur den Rechten in die Hände. Ich erwarte objektive und kritische Berichterstattung sowohl gegen rechte, wie auch gegen linke Gewalttäter. Auch von linken Journalisten!
Die Linke verzeichnete in den Umfragen vor zwei Wochen 10% (aufgerundet) für die baldige Bundestagswahl. Das war vor G20....



Nachtrag vom 11. Juli 2017

"Beide ehrenamtlichen Autoren waren während G20 nicht im Auftrag des Störungsmelders aktiv. Wir haben aber versucht, die Vorfälle gemeinsam mit ihnen zu rekonstruieren.
Die Verharmlosung oder Rechtfertigung von Gewalt ist nicht mit einer Mitarbeit beim Störungsmelder vereinbar. Wir werden daher mit beiden Autoren in Zukunft nicht mehr zusammenarbeiten."  (zeit.de)

Dienstag, 4. Juli 2017

Aus der Teilnehmerliste "Grenzenlose Solidarität statt G20"

Arbeiterfotografie
DKP
Pax Christi
Freidenker
Friedensforum
Motorradclubs
Libertäre
MLPD
Naturfreunde
Revolutionäres Proletariat
Atomkraft Nein-Danke
Kommunistische Partei Iran
Vegetariergruppen
usw.

http://g20-demo.de/de/gruppen-und-organisationen/

Noch Fragen?


Leseempfehlung: "Über Antisemitismus auf der Linken Literaturmesse in Nürnberg"




Nachtrag vom 7. Juli 2017

"niemand muss bulle sein"
Solche Figuren sind die Ersten, die aufheulen und die Polizei rufen, wenn
bei ihnen eingebrochen wurde.


Auch Identitäre an der G20-Demo. Linke scheint das nicht zu kümmern - Hauptsache gegen das "Schweinesystem"...

Sonntag, 18. Juni 2017

Kohl, der "Sozenfresser"

Ich amüsiere mich gerade köstlich über die querfrontlerische Silly Left, deren Lieblingsspruch "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!" und deren Lieblingssport Schulz-Bashing ist, die Helmut Kohl in ihren Nachrufen nun als "Sozenfresser" bezeichnet.
Kohl hatte aus seiner Abneigung auf die Sozialdemokratie nie einen Hehl gemacht, aber die Silly Left von NachDenkSeiten bis junge Welt, von Rubikon bis Free21, von Dehmlich bis Tortenknecht, schlägt Kohl in ihrem Hass auf Sozialdemokraten um Längen...

Mittwoch, 14. Juni 2017

Die Antisemitismus-Doku auf Bild.de und die Reaktionen der Silly Left...

"Tatsächlich können sich heute einige nicht entscheiden, was wichtiger ist: Ressentiments gegen Bild oder Kritik an Antisemitismus."  (Dr. Sebastian Bartoschek, Ruhrbarone)


Robert Misik nannte sektiererische Linke treffend die Silly Left - Linke zum Beispiel, die den ehemaligen Sozialisten Macron um jeden Preis verhindern wollten. Gestern ging es der Silly Left darum, den Link auf die Antisemitismus-Doku bei Bild.de um jeden Preis zu boykottieren. Lieber verbreitete die Silly Left stundenlang Youtube-Links, die aber nichts brachten, weil der Film auf Youtube immer wieder gelöscht worden war, wie auch Stefan Laurin um 10:55 Uhr bemerkte: "Auf YouTube wird die Doku gerade überall gesperrt – auf Bild ist sie noch zu sehen."


"Doch, der Film hat 180 Min. In 2 Teilen a 90 Min.!"


Die Silly Left behauptete sogar, dass Bild nur den ersten Teil der Antisemitismus-Doku zeige. Als ob Bild einen zweiten Teil bewusst zurückhalten würde. Mir kam langsam die Galle hoch, denn die ganze Diskussion um die Antisemitismus-Doku glitt immer mehr in billiges Bild-Bashing ab, das Thema Antisemitismus trat immer mehr in den Hintergrund. Bei Leo Fischer (Titanic) brach der Hass auf Bild voll durch: Das "Hass- und Drecksblatt" missbrauche die Antisemitismus-Doku als Feigenblatt, so der Vorwurf.
Dann postete Leo Fischer mehrere Verfehlungen von Bild-Journalisten - Antisemitismus war kein Thema mehr. Plötzlich ging es der Silly Left nur noch um Rudi Dutschke und ganz pöhse Bild-Journalisten wie Björn Stritzel...


Die Begründung dafür, dass nicht direkt auf
die Antisemitismus-Doku auf Bild verlinkt wurde...


Ich wähnte mich immer mehr in einer K-Gruppe in den 70-ern, in der die Anschläge der antisemitischen RAF auf Springer bejubelt und die Räterepublik gepriesen worden waren (am 19. Mai 1972 verübte ein „Kommando 2. Juni“ einen Bombenanschlag auf das Verlagsgebäude der Axel-Springer-AG in Hamburg).  



Samstag, 10. Juni 2017

Ein Paralleluniversum aus Verschwörungstheoretikern...

"Auf Facebook hat sich ein Paralleluniversum aus Verschwörungstheoretikern gebildet welche sich in ihrer Echokammer in ihrem Wahn gegenseitig bestätigen. Sie haben sich eine eigene Öffentlichkeit erschaffen: Eine Welt, in welcher Putin und Trump angehimmelt und „Altparteien“ verabscheut werden; eine Welt, in welcher die „Lügenpresse“ stets die Unwahrheit als Wahrheit verkaufen will – und nur „Alternativmedien“ die wahren Drahtzieher hinter den Ereignissen aufdecken. Ein Einblick in die absurde Welt der Facebookschwurbler.
Im Rahmen einer Bachelorarbeit habe ich, zusammen mit Andreas Hartkamp, die Facebookseiten untersucht, welche hauptsächlich Verschwörungstheorien verbreiten.  Wir befürchteten, dass sich eine geschlossene, verschwörungstheoretische (im Folgenden: VT) Gegenöffentlichkeit auf dem sozialen Netzwerk Facebook gebildet haben könnte. Diese Vermutung haben wir wissenschaftlich überprüft und wollen hier einen kleinen Abriss der Ergebnisse dokumentieren. Spoiler: Sie existiert, sie ist groß und sie ist stark vernetzt."   (Josef Holnburger) 

Da in dieser Bachelorarbeit auch die NachDenkSeiten und deren Verbindungen zur Querfront und zu Verschwörungsseiten untersucht wurden, ist die Empörung bei den NachDenkSeiten gross. NachDenkSeiten-Mitarbeiter Prof. Dr. Dr. Jörg Wellbrock findet jedoch, in dieser Studie sei "schlampig gearbeitet" worden. Ein schwerer Schlag für die Macher der Bachelorarbeit, denn Wellbrock ist eine anerkannte Grösse in Sachen Verschwörungstheorien und Querfront, gab er doch zusammen mit dem NachDenkSeiten-Redakteur Jens Berger jahrelang den Spiegelfechter heraus.


Die Otto Brenner Stiftung war wohl nicht der selben Meinung wie NachDenkSeiten-Mitarbeiter Wellbrock, denn sie warb für diese Studie...

Ebenfalls - wie die NachDenkSeiten - über diese Studie empört, ist Maren Müller. Maren Müller ist Rubikon-Beirätin und Propagandaschau-Autorin:




Die Antwort:






Montag, 5. Juni 2017

Von RAF-Verstehern und Stasi-Verteidigern...

Horst Mahler gehörte zu den vier Gründungsmitgliedern der RAF. Er ist der einzige der Vier, der heute noch lebt. Stramm marschierte der Glühende weiter nach links. Heute ist Horst Mahler Neonazi; Holocaustleugnung und Antisemitismus inklusive. Die anderen drei Gründungsmitglieder der RAF - Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof - sind tot. Ulrike Meinhof hatte sich wahrscheinlich deshalb erhängt, weil sie von ihren eigenen RAF-Mithäftlingen in Stammheim übelst gemobbt worden war. Andreas Baader, den selbst Jean-Paul Sartre als "Arschloch" bezeichnet haben soll, gebärdete sich seinen RAF-Mitkämpfern gegenüber wie ein Grossgrundbesitzer. Sie, die den bürgerlichen Mief bekämpfen, Hierarchien abschaffen und eine gerechtere Gesellschaft erreichen wollten, unterwarfen sich ihrem autoritären Führer, der keine Widerrede duldete, wie Leibeigene. Die zweite und dritte Generation der RAF erhielt massive Unterstützung durch die Stasi und die SED, die auch andere Terrororganisationen in Europa unterstützte. Ziel dieser Unterstützungen war stets die Destabilisierung des Westens. Aus dem selben Grund unterstützt der "lupenreine Demokrat" Putin heute den nationalistischen, rechtsextremen Front National.
 
Im Zusammenhang mit der Gründung der RAF wird oft auf den Mord an Benno Ohnesorg durch Karl-Heinz Kurras verwiesen. Kurras war ein Stasi-Spitzel. Beweise dafür, dass Kurras im Auftrag der Stasi handelte, wurden bisher keine gefunden. Nun gibt es Linke  - meist solche im Rentneralter - die sich vehement dagegen verwahren, dass die Stasi etwas mit dem Mord an Benno Ohnesorg zu tun haben könnte, schliesslich gäbe es dafür keinerlei Beweise. Die selben Leute sind aber felsenfest davon überzeugt, dass der Staat Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof ermorden liess, obwohl es auch dafür keinerlei Beweise gibt. So sind sie eben, gewisse Linke: Verlogenheit und Doppelmoral bis zum Abwinken..
 
"Dieses Hashtag ist nicht tot zu kriegen im Gegensatz zu
Springer-Journalisten im #Kofferraum..."
 
Für RAF-Versteher von ganz links und ganz rechts gehört Bild-Bashing auch über vierzig Jahre nach Ulrike Meinhof zum absoluten Muss. Sich besonders links Wähnende schrecken dann selbst vor der Verbreitung nationalistischer Hashtags wie #RoepckerausausDeutschland oder augenzwinkernden Anspielungen auf den Mord an Hanns-Martin Schleyer durch die RAF (#Kofferraum) nicht zurück. Zusammen mit Nazis, Pegida-Schreihälsen und Putintrollen auf Twitter gegen Bild für eine gerechtere Gesellschaft grölen - na super.
 
Mir wird übel...


Nachtrag vom 8. Juni 2017:

Leseempfehlung:  "Nachrichten aus dem Paralleluniversum: Wie sich Verschwörungstheoretiker auf Facebook vernetzen"