Freitag, 3. Februar 2017

Die jetzt "Kontaktschuld" schreien... II

Mein kurzer Tweet an das Bildblog vom 25. Januar 2017 wirft inzwischen immer höhere Wellen. Sputnik, RT Deutsch, NachDenkSeiten und das widerliche neurechte Hetz-Blog Propagandaschau sprangen Paul Schreyer zu Hilfe, Daniele Ganser und die Propagandaschau-Autorin Maren Müller sprangen auf die Trittbretter auf, "Denunziation" und "Kontaktschuld" wird im Chor gerufen. Auch PI (Politically Incorrect) griff das Thema Kontaktschuld auf.
Schon Jürgen Elsässer schrieb 2014:
"Sie sind ein Desinformant, das ist schon klar. Ihnen wäre es lieber, COMPACT hätte seine Geschäftspartner nicht beim Kopp-Verlag und bei Michael Vogts Quer-Denkern, sondern bei Springer und Burda. Diesen Gefallen werden wir Ihnen aber nicht tun! – Wenn Sie mir einen einzigen Artikel bei COMPACT zeigen, der esoterisch ist, bekommen Sie eine Flasche Schampus. Können Sie nicht, deswegen gehen Sie auf die Kontaktschuld-Strecke. Armselig."

Wurde schon über 3500 Mal gelesen: Mein Tweet an das Bildblog


Aber schön der Reihe nach:
 
25. Januar 2017:  Das Bildblog weist auf einen Correctiv-kritischen (hart an der Grenze der Verleumdung) Artikel des Truthers und Kai Homilius-Autors Paul Schreyer hin, der neu bei den NachDenkSeiten arbeitet.
 
25. Januar 2017:  Mit dem kurzen Tweet (siehe Bild oben) mache ich das Bildblog auf die fragwürdigen Verbindungen des Paul Schreyer aufmerksam.
 
25. Januar 2017:  Das Bildblog veröffentlicht folgenden Nachtrag:  "Nachtrag, 12:20 Uhr: Unabhängig von dem hier verlinkten Text kann und muss man Paul Schreyer, dessen Rolle und seine Veröffentlichungen sehr kritisch sehen. Danke für die Hinweise!"
 
26. Januar 2017:  Paul Schreyer veröffentlicht auf seinem Wordpress-Blog den Artikel "In eigener Sache", in welchem er laut "Kontaktschuld" schreyt und die mit den NachDenkSeiten verbandelte Querflöte Norbert Häring als Kronzeugen und Leidensgenossen heranzieht. Paul Schreyer lobt in seinem Artikel Jürgen Elsässer als "kundigen Autor zu den Themen Jugoslawien-Krieg und 9/11" und erklärt, er schätze an ihm - Jürgen Elsässer - noch heute "die Sachkompetenz bei einigen Themen, nachzulesen etwa in seinen Büchern „Wie der Dschihad nach Europa kam: Gotteskrieger und Geheimdienste auf dem Balkan“ von 2005 oder „Die Schattenregierung: Geheimstrukturen in der US-Politik von 9/11 bis Obama".... Seine Kontakte zu Alexander Benesch und Oliver Janich erwähnt Paul Schreyer allerdings nicht.
 
26. Januar 2017:  Das Bildblog krebst zurück und veröffentlicht nach der aufgeregten Intervention von Paul Schreyer (und Albrecht Müller?) einen zweiten Nachtrag:  "Nachtrag, 26. Januar: Paul Schreyer hat bei sich auf der Seite über den ersten Nachtrag hier geschrieben. Wir wollten ihn nicht verleumden oder denunzieren und möchten ihn um Entschuldigung bitten, sollte dieser Eindruck entstanden sein."
 
27. Januar 2017:  Die NachDenkSeiten weisen in ihren "Hinweisen des Tages" auf den Kontaktschuld-Artikel von Paul Schreyer hin. Paul Schreyer gehört zum Redaktionsteam der NachDenkSeiten...
 
27. Januar 2017:  Die Propagandaschau veröffentlicht den Artikel "Kontaktschuld – Paul Schreyer über das Phänomen der Denunziation"
 
30. Januar 2017:  Das russische Propagandamedium Sputnik Deutschland veröffentlicht den Artikel "Anklage: „Kontaktschuld“ - Friedensforscher Ganser zieht Parallelen zum III. Reich".
Daniele Ganser steht Paul Schreyer in diesen schweren Stunden tapfer zur Seite.

1. Februar 2017:  Die NachDenkSeiten weisen in ihren "Hinweisen des Tages" auf den Kontaktschuld-Artikel in Sputnik hin.
 
1. Februar 2017:  PI (Politically Incorrect) schätzt die Gelegenheit als günstig ein und veröffentlicht auch einen Kontaktschuld-Artikel. In bewährter russischer Art wird die Zusammenarbeit von Querfrontlern wie folgt verballhornt: "X verkehrt am liebsten in einem Lokal, in dem auch schon Hitler gern einkehrte". Daniele Ganser argumentiert ganz ähnlich...
 
1. Februar 2017:  KenFM veröffentlicht einen Vortrag von Daniele Ganser. Ab Minute 105 fordert Daniele Ganser seine Zuhörer auf, "alternative" Medien wie die NachDenkSeiten, KenFM und Free21 von Tommy Hansen zu lesen. Das sind einige Autoren von Free21:
- Willy Wimmer
- Albrecht Müller
- Jens Wernicke
- Anneliese Fikentscher
- Daniele Ganser
- Dirk Pohlmann
- Ernst Wolff
- Evelin Hecht-Galinski
- Florian Hauschild
- F. William Engdahl
- Mark Bartalmai
- Mathias Bröckers
- Norbert Häring
- Paul Schreyer
- Peter Haisenko
- Propagandaschau
- Rainer Rupp
- Rico Albrecht
 
2. Februar 2017:  Das russische Propagandamedium Sputnik schenkt Maren Müller ein bisschen Aufmerksamkeit und veröffentlicht den Artikel "Medienkritikerin zu "Kontaktschuld": Es gibt richtige Denunziationsplattformen".  Die selbsternannte Medienwächterin nimmt darin tatsächlich den Begriff "Denunziationsplattform" in den Mund...
 
2. Februar 2017:  Friedensdemo-Watch schreibt:  "Der selbsternannte Friedensforscher und Historiker Daniele Ganser braucht mal wieder dringend Nachhilfe.  Er verwechselt nicht nur Kritik an ihm mit einer "Kontaktschuld", er zieht auch Parallelen zur Verfolgung von Juden im Nationalsozialismus. Ganser ist und bleibt unerträglich!"
 
3. Februar 2017:  Die NachDenkSeiten weisen in ihren "Hinweisen des Tages" auf den Kontaktschuld-Artikel in Sputnik über die selbsternannte Medienwächterin und Propagandaschau-Autorin Maren Müller hin.

 
 
Tja - Figuren, die "Denunziation" und "Kontaktschuld" schreyen...
Man glaubt es kaum, aber genau die Figuren, welche mittels Pranger-Liste dazu aufrufen, die Glaubwürdigkeit bestimmter Journalisten "im Mark" zu erschüttern, welche an der offiziellen Version der Terroranschläge in Paris und Berlin öffentlich zweifeln, welche von "gleichgeschalteter" Presse und manipulierenden Journalisten faseln, welche mit Israelhassern, Demagogen und Verschwörungstheoretikern Allianz-Partnerschaften eingehen, welche mit Truther zusammenarbeiten und behaupten, Deutschland sei eine Kolonie und nicht souverän, welche Correctiv.org vorwerfen, nicht glaubwürdig zu sein, genau diese Figuren schreien "Denunziation" und "Kontaktschuld", wenn man ihre Verbindungen und Netzwerke offenlegt...

Kommentare:

  1. Kontaktschuld-Artikel auf RT Deutsch:
    https://deutsch.rt.com/32651/meinung/kafkaeske-prozesse-verkommt-wikipedia-zum-gesinnungspranger/

    "Anti-Semit ist laut Jutta Ditfurth jeder, der amerikanische Notenbanken kritisiert."

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  2. A propos Free21-Autorin Anneliese Fikentscher...
    "Ausdrücklich distanziert von diesen Protesten hat sich die DKP, die sich von Trumps rassistischer Innenpolitik distanziert, ihn aber in der Außenpolitik noch als unentschieden bezeichnet. In der Neuen Rheinischen Zeitung, einem weiteren Querfront-Projekt von Traditionslinken, werden die Anti-Trump-Proteste als "Teil der anti-russischen Massenhysterie, die in den USA seitens der Wahlverlierer geschürt wird und die ihr Echo in den untertänigen NATO-Ländern findet", bezeichnet.

    In der NRZ macht man sich gar nicht mehr die Mühe, sich von Trumps Rassismus zu distanzieren, dafür wird völlig willkürlich noch ein Seitenhieb gegen George Soros ausgegeben. Die Klientel versteht, die reichen Juden sind auch gegen Trump."

    https://www.heise.de/tp/features/Der-Trumpismus-seine-Claqueure-und-Gegner-3604037.html

    Fikentscher ist auch Mitherausgeberin der Neuen Rheinischen Zeitung.

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  3. Jürgen Elsässers Compact-Magazin sorgt sich um Ken Jebsens Ruf...

    " Die Massenmedien arbeiten dabei offenbar nach folgendem Prinzip: „Gab‘s heute wieder was Antisemitisches in den Nachrichten? Ja? Können wir COMPACT oder Ken Jebsen da irgendwie mit verwursten? Ja? Gut! An die Arbeit.“ Prädikat: Ekelhaft!"
    https://www.compact-online.de/eklat-im-klassenzimmer-die-sache-mit-der-rothschildbank/

    Alles arme Opfer...

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    1. Der Begriff "Kontaktschuld" darf natürlich auch nicht fehlen...

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  4. „Der moderne Antisemitismus drückt sich vor allem durch Codierungen aus. Was im Dunstkreis von verschwörungstheoretischen Medien wie Compact und KenFM zur Konzeption des Weltbildes gehört, fand mit einer Karikatur im Schulbuchverlag Klett auch eine breitere Plattform.“ (Studentenzeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet, Januar 2017)

    via Compact-Magazin...

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