Mittwoch, 25. Januar 2017

Das Scheunentor für Antisemitismus auf den NachDenkSeiten ganz weit offen...

Die NachDenkSeiten, die in den letzten Wochen und Monaten kaum eine Gelegenheit verpassten, Donald Trump zu rechtfertigen und gegen die "gleichgeschaltete" etablierte Presse zu verteidigen, haben nun doch einen negativen Punkt bei Donald Trump gefunden: Sein Verhältnis zu Israel.
"Israels Rechtsaußen" seien die Gewinner der US-Wahl. Der neue Botschafter Friedman sei ein "zionistischer Hardliner", er könne sich "sogar eine Annexion des gesamten Westjordanlandes durch Israel vorstellen".
 
Kaum war der Artikel auf Facebook, schlugen auch schon die ersten Antisemiten auf. Reza Begi, ein Freund der Kölner Klagemauer (wie auch die NachDenkSeiten-nahen Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann von der "Neuen Rheinischen Zeitung") pries unter dem NachDenkSeiten-Artikel Mahmoud Ahmadinejad und gab bekannt, was er anordnen würde, wenn er, Reza Begi, Kanzler wäre:
"Die deutsche Außenpolitik gegenüber Israel wird zu 100% mit dem Iran abgestimmt, im Klartext würde bedeuten ein Ende der Beziehungen mit Israel.
Israel wird seine Botschaft in Berlin schließen, Deutschland wird seine Botschaft in Tel Aviv schließen.
Das Holocaust Mahnmal in Berlin wird abgebaut und exakt auf der selben Stelle wird ein Mahnmal für Palästina gebaut."
 
Eine Löschung von eindeutig antisemitischen Kommentaren scheint für Jens Berger, dem frühere Herausgeber des inzwischen stillgelegten Politblogs "Spiegelfechter", kein Thema zu sein. Aus Gründen...

Was Jens Berger schon beim Spiegelfechter unter
"Israelkritik" verstand


Der Kommentator Linus Koenig meint: "Was man in den Kommentaren wieder wunderbar beobachten kann: Beim Thema Israel glaubt der lediglich gefühlte Linke mal wieder so richtig die Gelegenheit beim Schopfe greifen zu können, mal frisch fromm fröhlich frei seinem tradierten Judenhass frönen zu dürfen. Und sich dann ach so empören, wenn das andere als das bezeichnen, was es ist: Antisemitismus. Denn wie hieß es so schön: Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen. Gilt auch für selbsternannte Linke, die eigentlich nur denselben Mist reden wie die AfD, sich dabei aber unglaublich überlegen fühlen."

"Wer die israelische Politik kritisieren kann, ohne "Holocaust", "Apartheid", "Faschisten", "Ostküste", "Die Juden machen jetzt das mit den Palästinensern, was man die Deutschen mit ihnen gemacht haben", "Kindermörder", "Brunnenvergifter" oder entsprechendes zu sagen, bekommt einen Sonderpreis. Aber obacht: er oder sie könnte bei den Nachdenkseiten und seinen Lesern am falschen Ort sein."  (Linus Koenig)
 

Mit Nazis und Antisemiten diskutieren?
Zwecklos!
 
 

Kommentare:

  1. Auf den heutigen Hinweisen des Tages: Paul Schreyer empfiehlt den "Israelfreund" Werner Rügemer (Neue Rheinische Zeitung)...
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=36751#h02

    AntwortenLöschen
  2. Kai Homilius-Autor und NachDenkSeiten-Mann Paul Schreyer attackiert erneut Correctiv.org
    https://www.heise.de/tp/features/Facebook-Wahrheitspruefer-Correctiv-verstrickt-sich-in-Widersprueche-3605916.html

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Faktencheck 9/11 - COMPACT Live mit Paul Schreyer und Ken Jebsen"
      https://www.youtube.com/watch?v=BZzpmXp1UQI&t=2350s

      Von Querfront keine Spur...

      Löschen
    2. Paul Schreyer jetzt auch auf Sputnik:
      https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20170125314263594-correctiv-fake-news/

      Tja...

      Löschen
  3. Nachtrag von Bildblog.de: "(Nachtrag, 12:20 Uhr: Unabhängig von dem hier verlinkten Text kann und muss man Paul Schreyer, dessen Rolle und seine Veröffentlichungen sehr kritisch sehen. Danke für die Hinweise!)"
    http://www.bildblog.de/

    Gern geschehen!

    AntwortenLöschen
  4. Bildlog ist zurückgerudert. Selber recherchieren - Fehlanzeige. Schreyer jubiliert.
    "Nachtrag: Wenige Stunden nach Veröffentlichung dieses Textes meldete sich Moritz Tschermak von Bildblog nun doch noch bei mir und entschuldigte sich. Er habe sich von den denunzierenden Tweets (es gab mehrere) „wohl zu schnell beeindrucken lassen“. Und weiter: „Insofern finde ich, dass Ihr Artikel mit dem Hinweis auf die ‚Kontaktschuld‘ sehr angebracht ist. Ich habe jedenfalls beim Lesen des Textes was gelernt.“ Immerhin, soviel Einsicht ist selten. Auf der Bildblog-Webseite ergänzte Tschermak nun seinen Nachtrag, das man mich „kritisch sehen muss“ um eine Entschuldigung und einen Link auf den vorliegenden Artikel. Man habe mich nicht denunzieren oder verleumden wollen." (bei Schreyer Text)

    AntwortenLöschen